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Kein Problem, unser Portfoliomanagement-Experte hat dir im Video alles Wichtige kurz und knapp zusammengefasst. Viel Spaß beim Anschauen!

Kapitalmarkt2Go - Rückblick Q1 2021

Anzeichen für eine deutliche, weltweite Konjunktur­erholung

Woher die Finanzmärkte ihren Optimismus nehmen, ist für viele, die noch nicht lange an den Börsen investieren, vielleicht erst einmal überraschend. Sicherlich, die Pandemie ist noch nicht besiegt und sie spielt an den Kapitalmärkten weiterhin eine wichtige Rolle, aber es gibt auch viele ermutigende Anzeichen für eine deutliche, weltweite Konjunkturerholung für das laufende Jahr: Der Dreiklang aus Fortschritten bei der Pandemiebekämpfung, konjunkturellen Verbesserungen und anhaltenden geld- bzw. fiskalpolitischen Hilfen hat die Kapitalmärkte im 1. Quartal beflügelt. Unterstützt haben hierbei die weltweit sehr robusten Unternehmensgewinne im 4. Quartal 2020. Es wird erwartet, dass das Wirtschaftswachstum in den Sommermonaten wieder stark ansteigen wird – insbesondere in den USA, da dort deutliche Fortschritte bei den Impfquoten zu verzeichnen sind. Konjunkturell unterstützend wirkt auch das verabschiedete Corona-Hilfsprogramm von über 1,9 Billionen US-Dollar und zusätzlich das geplante Infrastrukturpaket der neuen US-Regierung. Diese positiven konjunkturellen Aussichten in Verbindung mit ansteigenden Inflationszahlen haben dazu geführt, dass die Renditen von Staatsanleihen weltweit deutlich gestiegen sind. Der Anstieg der Inflation ist teilweise auf Basiseffekte (die Vergleichsbasis des Vorjahres) und Sondereffekte, ausgelöst durch die Corona-Pandemie, zurückzuführen (z. B. -Mehrwertsteuersenkung in Deutschland). Aber nicht nur die schon erwähnten Nominalrenditen, sondern auch die inflationsbereinigten Realrenditen sind im 1. Quartal gestiegen und haben die Aktienmärkte kurzfristig unter Druck gesetzt. Der deutliche Renditeanstieg führte zu einem signifikanten Kursverlust bei den Anleihenmärkten. Profiteure in diesem Konjunkturumfeld waren die Anlageklassen Aktien und Rohstoffe. Insgesamt legte die Wertentwicklung von Aktien sowie Energierohstoffen und Industriemetallen seit Jahresbeginn deutlich zu. Insbesondere die konjunktursensiblen „Value Werte“ also Aktien, die von einer konjunkturellen Erholung besonders profitieren, waren gefragt. Gold hingegen litt unter den steigenden Realzinsen und der zunehmenden Risikobereitschaft der Marktteilnehmer.

Kleiner Exkurs Anleihen: Steigende Renditen, fallende Kurse

Wenn es um steigende Renditen bei Anleihen geht, kommt es manchmal zu Verwirrung: Steigende Renditen bedeuten nicht, dass die Kurse der Anleihe steigen, sondern die Zinsen. Und wenn die Zinsen steigen, fallen die Kurse. Dies lässt sich an einem Beispiel besser verstehen: Ein Anleger besitzt eine Anleihe mit einer jährlichen Verzinsung von 1 %. Nun steigen die Marktzinsen (Rendite) auf 1,5 % und eine neue, vergleichbare Anleihe kommt auf den Markt. Der Kurs der alten Anleihe mit nur 1 % Zinsen sinkt jetzt, da Anleger sie aufgrund der niedrigeren Rendite verkaufen.

Merke: Die Rendite einer Anleihe verhält sich entgegengesetzt zum Kurs einer Anleihe. Steigen die Renditen, bekommen Anleger künftig mehr Zinsen. Sie müssen zwischenzeitlich aber Kursverluste hinnehmen.

So haben sich Unsere Portfolios ent­wickelt

Die gefallenen Anleihen-Kurse haben sich insbesondere in unseren risikoärmeren Portfolios mit einem hohen Anteil an Anleihenfonds bemerkbar gemacht. Die Portfolios mit einem hohen Aktien-Anteil gingen hingegen als Gewinner in diesem Quartal hervor. VestFolio 1 und 2 sowie GreenFolio 2 fuhren aus diesem Grund im ersten Quartal Verluste ein. Die VestFolios erzielten somit eine Netto-Performance von -0,8 % bis 7,5 %. Die GreenFolios 2, 4 und 6 erreichten eine Netto-Performance von -0,4 % bis 4,7 %.

(Da wir unser nachhaltiges Angebot erst im März von 3 auf 7 GreenFolios erweitert wurden, werden hier nur die Performance-Daten der „alten“ GreenFolios berücksichtigt)

Ausblick

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie werden uns noch einige Zeit begleiten. Die weltweit anhaltende expansive Fiskal-und Geldpolitik wird allerdings dazu beitragen, dass in allen Regionen über die nächsten Quartale die Wirtschaftsleistung wieder das Vor-Corona-Niveau erreichen wird. In China ist das schon im 2. Quartal des letzten Jahres geschehen. In den USA wird das für das 3. Quartal in diesem Jahr und in Europa etwas später für den Jahreswechsel 2021/2022 erwartet. Für Hoffnung sorgt der Start der Massenimpfungen, auch wenn dieser insbesondere im Euroraum bisher nur langsam voranschreitet. Die Daten aus den Impf-Vorreiterländern Israel, Großbritannien und USA stimmen zuversichtlich, dass nach den anfänglichen Startschwierigkeiten im Verlauf des Jahres in vielen Ländern große Schritte in Richtung Herdenimmunität gemacht werden können. Damit sollte die Pandemie stark eingedämmt und gegebenenfalls überwunden werden. Eine Prognose bleibt aber trotzdem mit starken Unsicherheiten behaftet. Verschärfte oder länger anhaltende Lockdowns, durch zum Beispiel Virus-Mutationen, gehören zu diesen Unsicherheitsfaktoren. Die Hilfsmaßnahmen von Regierungen und Notenbanken werden auch weiterhin eine entscheidende Rolle spielen. Der Fokus wird auf Wachstumsförderung und nicht auf dem Schuldenabbau liegen, weshalb weiterhin die Unterstützung der Geldpolitik durch den Ankauf von Staatsanleihen unerlässlich sein wird.

Die Geldanlage in Fonds ist mit Risiken verbunden, die zu einem Verlust deines eingesetzten Kapitals führen können. Historische Werte oder Prognosen geben keine Garantie für die zukünftige Wertentwicklung. Bitte mach dich deshalb mit unseren Risikohinweisen vertraut.

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